Tablet PC Test

Test der neuesten Tablet PCs

iPad 3

Apple iPad3

Apple iPad3

Das Apple iPad3 steht bei vielen Tests nicht überraschend an erster Stelle. Ausschlaggebend für diese Bewertung sind neben dem Betriebssystem iOS 5.1 die verbesserte Kamera und die überzeugenden Features.

Zu den auffälligsten Neuerungen im Vergleich zu den iPad-Vorgängern gehört das Retina-Display. Es glänzt mit einer Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixel. Fotos, Apps oder Videos erscheinen in einer unvergleichlich hohen Bildqualität. Selbst ein Full-HD-TV, der eine Bildschirmdiagonale von 40 Zoll besitzt, kann mit dieser Auflösung nicht mithalten. Allein dieses Merkmal hebt das iPad3 deutlich von anderen Tablets ab. Die hohe Bildschirmqualität macht sich bei Nutzern vor allem beim Lesen von E-Books oder beim Betrachten von Fotos bemerkbar. Das Display zeigt im Vergleich zum Vorgänger eine leichte Verbesserung der Helligkeit. Gleichzeitig hat sich das Kontrastverhältnis zum Vorgänger verbessert, was die Benutzung im Außenbereich erleichtert.

Das Apple iPad3 nutzt eine neue Version des A5-Prozessors. Es handelt sich hierbei um den A5X. Der Doppelkernprozessor verfügt über fünf Grafikeinheiten. Der Effekt zeigt sich bei Bildeffekten, die Explosionen oder Lichtreflexionen beinhalten. Diese Bilder liefen im Test mit einer hervorragend flüssigen Darstellung. Auf die Surfgeschwindigkeit zeigt der Prozessor jedoch keine Auswirkungen. App-Starts gehen ebenfalls nicht schneller. Einen Nachteil hat die höhere Leistungsfähigkeit allerdings: Sie führt zu einer Erhöhung der Gerätetemperatur auf rund 40 Grad.

Leider steht mit dem Apple iPad nicht das neue LTE zur Verfügung. Das liegt an dem Frequenzbereich des Geräts, der bei 700 und 2.100 Megahertz liegt. Stattdessen können Nutzer über das HSDPA-Netz mobil im Internet surfen, ohne auf einen WLAN-Spot angewiesen zu sein. Das neue Betriebssystem iOS 5.1 liefert vor allem Verbesserung für die Bildqualität der Kamera. Allerdings fehlt die von Apple entwickelte Sprachsteuerung Siri. Als Alternative dazu bietet das Apple iPad3 eine Diktierfunktion.

Der größere, leistungsfähigere Akku bringt eine Erhöhung des Gewichts sowie eine Erhöhung der Tablet-Dicke mit sich. Das Apple iPad3 wiegt wie das erste Modell rund 660 Gramm. Der neue Akku war für den neuen Prozessor und das hochauflösende Display notwendig. Die Leistungssteigerung wirkt sich jedoch nicht auf alle Bereiche aus. Während beim Surfen der Akku etwa acht Stunden hält, was im Vergleich zum iPad2 etwa zwei Stunden mehr ist, reduziert sich die Haltbarkeit beim Videoschauen auf sechseinhalb Stunden. Bis der Akku vollständig aufgeladen ist, vergeht die gleiche Zeit.

Apple hat mit dem Nachfolger iPad3 die kleinen Schwächen der Vorgänger ausgebessert. Darüber hinaus bietet das Gerät ein konkurrenzloses Display, dessen Auflösung kein anderer Hersteller bieten kann. An der Verarbeitung gibt es ebenso wenig Kritikpunkte wie an der Leistungsfähigkeit. Die Auswahl an speziell für das Retina-Display konzipierten Apps ist derzeit noch gering, Apple verspricht hier jedoch Besserung.